Jasha Maroo – Bhutanisches Hühnercurry
 
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Ein erfrischendes Curry aus einem weitgehend unbekannten Land, das sich aber einen festen Platz in meiner Küche erobert hat: Jasha Maroo.
Autor:
Rezepttyp: Curry
Küche: Bhutanese
Portionen: 4
Zutaten
  • 4 ausgelöste Hühnerkeulen (ca. 600-700g ohne Knochen)
  • 1 mittelgroßer Lauch
  • 4 Schalotten
  • 2 Tomaten
  • Ca. 5 cm Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen
  • 300 ml Hühnerbrühe
  • 4 getrocknete Chilis
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 Kardamomkapsel
  • 5-6 Stängel Koriandergrün
  • 4 EL neutrales Öl, z.B. Rapskernöl
  • Salz so nach Gefühl
Zubereitung
  1. Hühnerkeulen entbeinen. Wer bereits Hühnersteaks ohne Knochen hat, kann diesen Part überspringen. Die Haut von den Keulen abziehen und entsorgen. Oder ihr bratet die Haut später in einer kleinen Pfanne bei geringer Hitze kross aus, hackt sie klein und streut sie als besonderen Crunch am Ende noch über das Gericht. Aber zurück zum Entbeinen:
  2. Die Keulen am unteren Ende mit einem scharfen Messer rundum einschneiden, denn hier setzen die meisten Sehnen an. Eine der Sehnen auf der Innenseite ist besonders kräftig – entlang des Muskels, der daran hängt, mache ich vom Knie ausgehend einen tiefen Schnitt, so dass der Knochen frei liegt. Dann lässt sich das Fleisch bis zum Kniegelenk recht einfach vom Knochen ziehen. Ihr müsst nur auf das dünne Wadenbein aufpassen, um das ihr herumschneiden müsst, damit es am Knochen bleibt. Dann beginne ich am oberen Ende des Schenkels, lege wieder den Knochen frei und ziehe das Fleisch bis zum Kniegelenk ab. Dort wird es am kniffligsten, denn dort setzen viele Sehnen an. Ihr müsst rund um das Gelenk schneiden, um das Fleisch vom Knochen zu lösen. Mag sein, dass sich jeder Metzger nun totlacht über mein unprofessionelles Gemetzel, aber für mich funktioniert das halbwegs.
  3. Die entbeinten Hühnersteaks in grobe Würfel schneiden. Vom Lauch die äußere Schicht abziehen. Den Lauch mit einem scharfen Messer längs durchtrennen, aber den Wurzelansatz intakt lassen. Den Lauch unter fließendem Wasser auseinander fächern und die eventuell vorhandene Erde zwischen den einzelnen Lagen herauswaschen. Dann den Lauch wieder zusammenfalten und mit dem Messer quer in ca. 0,5 cm breite Streifen schneiden. Ich verwende am liebsten nur den weißen und den hellgrünen Teil. Der dunkelgrüne ist mir zu kräftig.
  4. Die Schalotten und den Knoblauch häuten. Die Tomaten am Boden kreuzweise einschneiden, mit kochendem Wasser übergießen und die Haut abziehen. Dann den Stielansatz kegelförmig herausschneiden, die Tomaten quer durchschneiden und den Saft und die Kerne herausholen und entsorgen. Die Tomatenhälften in ca. 1cm große Würfel schneiden. Drei der Schalotten halbieren, längs einschneiden und quer in Würfel schneiden.
  5. Die verbliebene Schalotte grob Würfeln und in einen Blitzhacker geben. Ebenso die Knoblauchzehen. Den Ingwer schälen, in Scheiben, Streifen und in kleine Würfel schneiden und ebenfalls in den Blitzhacker geben. Zwar sollte der Blitzhacker den Ingwer auch so klein bekommen, doch die Ingwerfasern sind sehr robust, so dass sich das Vorschneiden mit dem Messer lohnt. Diese Mischung zusammen mit 1-2 EL Wasser im Blitzhacker zu einer Paste verarbeiten. Meist muss man zwischendurch den Brei mit einem Teigspatel zurück in die Mitte des Hackers holen. Das ist etwas mühselig, geht aber immer noch schneller, als alles von Hand zu schneiden und zu stampfen.
  6. In einem Mörser den Pfeffer, die Koriandersamen, die Samen aus der Kardamomkapsel und die getrockneten Chilis fein mahlen. Wer eine alte Kaffeemühle hat, wie man sie häufig auf Flohmärkten findet, kann die Gewürze auch darin fein mahlen. Das geht superschnell.
  7. In einer Pfanne 2 EL neutrales Öl auf mittlerer Stufe erhitzen und darin die Schalottenwürfel und die Lauchwürfel anschwitzen bis sie weich werden.
  8. In einem schweren Schmortopf oder Bräter das restliche Öl auf hoher Temperatur erhitzen und darin die Hühnerfleischwürfel rundum anbraten, bis sie goldgelb sind. Dann die trocknen, fein gemahlenen Gewürze zugeben, umrühren und schließlich die Paste aus dem Blitzhacker einrühren und kurz mitdünsten. Schließlich die Zwiebel-Lauchmischung zusammen mit den Tomatenwürfeln in den Schmortopf geben, die Hühnerbrühe angießen und alles sanft zum Kochen bringen. Mit Salz abschmecken, so nach Gefühl. Einen Deckel auflegen und bei sehr geringer Hitze ca. 45-55 Minuten sanft schmoren.
  9. In der Zeit, bis das Jahsa Maroo fertig ist, kann Reis gekocht werden oder was immer ihr für eine Beilage bevorzugt. Denkt daran, dass ihr recht viel flüssige Soße haben werdet. Es lohnt sich also, Jasha Maroo mit etwas zu servieren, das zum Aufsaugen der Soße taugt.  Vor dem Servieren unbedingt das Jasha Maroo mit dem frischen Koriandergrün bestreuen. Es ändert den gesamten Geschmack noch einmal deutlich und ohne den frischen Koriander, ist es nur halb so lecker!
Recipe by So nach Gefühl at https://www.sonachgefuehl.de/jasha-maroo-bhutanisches-huehnercurry/