Mantı – gefüllte türkische Nudeltaschen
 
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Zuber. Zeit
Zeit insg.
 
Autor:
Küche: Türkisch
Portionen: 6
Zutaten
  • Für den Nudelteig:
  • 400g Mehl (Type 405)
  • 170ml Wasser
  • 1 Ei
  • Prise Salz
  • Für die Füllung:
  • 100g Rinderhack
  • 100g Lammhack
  • 1 kleine Zwiebel
  • ½ TL Salz & Pfeffer
  • Etwas fein gehackte Petersilie
  • Für den Joghurt:
  • 250g türkischer Joghurt (3,5% Fett)
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 gestr. TL Salz
  • etwas Wasser
  • Für die Paprikabutter
  • 2 EL Butter
  • 1 TL Pul Biber (türkische Paprikaflocken)
  • Evtl. etwas getrocknete Minze
Zubereitung
  1. Zubereitung:
  2. Die Zutaten für den Teig verknete ich ca. 8 Minuten lang gründlich miteinander, bis ein elastischer Nudelteig entsteht. Er soll nicht mehr kleben, aber auch nicht bröselig sein. Die Kneterei überlasse ich dabei meiner Küchenmaschine und achte darauf, das Wasser nicht komplett auf einmal hinzuzugeben. Die letzten Milliliter gebe ich nach Bedarf tröpfchenweise dazu. Den Teig forme ich zu einer Kugel, wickle ihn fest in Frischhaltefolie und lege ihn für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.
  3. Für die Füllung vermische ich einfach die beiden Hackfleischsorten, schneide die Zwiebel in möglichst feine Würfel und verknete alles mit Salz und Pfeffer, bis die Füllung eine gute Bindung hat. Weder Ei noch Semmelbrösel gehören hier rein. Ein bisschen fein gehackte Petersilie kann dazu, sollte das Fleisch aber nicht dominieren.
  4. Auf geht’s: Es wird ein Stück vom Teig abgestochen (der Rest bleibt zum Feuchthalten in der Folie) und muss auf einer bemehlten Unterlage sehr dünn ausgerollt werden. Wer es mit der Oklava versuchen will, kann sich an den Fotos orientieren. Wichtig ist, erst eine möglichst runde Teigkugel zu formen und dann mit kreisenden Vor- und Zurückbewegungen auszurollen. Monsieur Ibo bekommt das atemberaubend gleichmäßig hin. Meine Versuche sahen eher aus wie Flammkuchen. Andererseits: Der Teig wird sowieso in Quadrate geschnitten – wieso also sollte er dann erst perfekt rund ausgerollt werden? Wer weder Oklava noch Nudelholz benutzen will, kann natürlich auch eine italienische Nudelmaschine zum Ausrollen nehmen. Bei der fehlt nur meist die dritte Hand – es sei denn, man besitzt zur Maschine auch einen Motor.
  5. Der ausgerollte Teig wird in gleichmäßige Quadrate à ca. 2cm Kantenlänge geschnitten. Auf jedes Quadrat setze ich ein Tüpfelchen Füllung und dann geht’s ans Formen. Ich nehme je ein Quadrat vorsichtig mit einem Teigschaber auf, befeuchte ein wenig die Ränder mit Wasser und presse zwei gegenüberliegende Ecken zusammen. Dann gesellen sich die zwei anderen Ecken dazu und die Ränder müssen fest zusammengerückt werden, damit beim Kochen kein Wasser rein und keine Füllung raus kann. Luft sollte auch keine drin sein, denn die brächte die Teigtasche beim Kochen zum Platzen.
  6. Die fertig geformten Mantı lege ich auf ein Blech, auf dem ich zuvor Hartweizengrieß ausgestreut habe, damit sie nicht festkleben. Der Grieß hat den Vorteil, dass er beim Kochen einfach abfällt, während Mehl festbacken würde.
  7. Sind alle Mantı geformt, stelle ich einen großen Topf Wasser auf den Herd und bringe ihn zum kochen.
  8. Parallel pelle ich eine möglichst frische Knoblauchzehe, schneide sie grob in Stücke und zerstampfe sie zusammen mit dem Salz im Mörser. Das Knoblauchsalz gebe ich in den Joghurt, rühre alles glatt und salze bei Bedarf noch etwas nach. Etwas Wasser unterrühren, damit daraus eine Soße wird.
  9. In einem kleinen Topf bringe ich die Butter zum schmelzen. Solbald sie schäumt, kommen Paprikaflocken und evtl. getrocknete Minze hinein. Den Topf ziehe ich dann sofort von der Platte, damit nichts anbrennt.
  10. Kocht das Nudelwasser, wird es gesalzen und dann kommen die Mantı für ca. 3 Minuten hinein. Steigen sie an die Oberfläche, sind sie fertig. Dabei rühre ich vorsichtig mit dem Löffel im Wasser, damit die Mantı nicht am Topfboden festkleben.
  11. Die fertigen Mantı hebe ich mit dem Schöpfsieb aus dem Topf und gebe sie auf vorgewärmte Teller. Einen Klacks Knoblauchjoghurt drauf, über den die Paprikabutter geträufelt wird. Fertig. Schnell essen, bevor es kalt wird – aber langsam kann man Mantı sowieso nicht essen.
Recipe by So nach Gefühl at https://www.sonachgefuehl.de/manti-gefuellte-tuerkische-nudeltaschen/