Fenchelsuppe mit Speck und Rauchmandeln
 
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Einfaches Rezept für eine leckere Fenchelsuppe mit würzigem Speck und knackigen Rauchmandeln
Autor:
Rezepttyp: Suppe
Portionen: 4
Zutaten
  • 1 mittelgroße Fenchelknolle (ca. 250 g)
  • 1 mittelgroße Petersilienwurzel oder 150g Knollensellerie
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • ca. 600ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
  • 100 ml Weißwein
  • 100 ml Sahne
  • ½ TL Fenchelsamen
  • 1 Prise Zucker (ca. ¼ TL)
  • Salz, weißer Pfeffer
  • 100g Speckwürfel
  • 1 Handvoll Rauchmandeln
Zubereitung
  1. Okay, zugegeben, wenn man den Fenchel zum ersten Mal verarbeitet, kommt er erstmal ein bisschen zickig daher: Aufgrund seines Aufbaus ist es so gut wie unmöglich, ihn in gleich große Stücke zu schneiden. Das müsst ihr für diese Suppe aber auch nicht - wir pürieren sie sowieso. Ebenso sollte man den Fenchel nach dem Zerschneiden nicht lange herumliegen lassen, weil er sehr schnell oxidiert. Die Stiele schneide ich immer ab und entsorge sie - sie sind mir zu holzig. Das feine Fenchelkraut dazwischen hebe ich aber unbedingt auf. Auch den Strunk schneide ich nicht mehr keilförmig heraus, wie ich es vor vielen Jahren mal in einem Kochbuch gelesen habe. Das war offenbar Blödsinn. Wie so manches, was in Kochbüchern steht. Jedenfalls wird der Fenchel nun in ca. 1cm große Stücke zerlegt.
  2. Die Zwiebel wird gewürfelt, wobei auch hier keine Kunst am Werk sein muss - sie blickt ebenfalls dem Pürierstab entgegen. Ebenso ergeht es der Petersilienwurzel. Die Fenchelsamen werden gemörsert. Leider findet man sie nicht nicht in jedem Supermarkt, doch auf Wochenmärkten gibt es häufig einen Gewürzhändler, der sie eigentlich immer hat. Sie kosten nicht viel und sind auf jeden Fall eine gute Anschaffung - man kann sie wirklich öfter gebrauchen, als man denkt. Hier im Blog werdet ihr immer wieder über sie stolpern. Die Samen werden jedenfalls im Mörser so lange zerrieben, bis sie pulverartig und keine größeren Faserstücke mehr erkennbar sind.
  3. Die Zwiebeln in etwas neutralem Öl (Rapsöl oder Distelöl) andünsten, die Petersilienwurzel, den Fenchel und die Fenchelsamen hinzu geben und ebenfalls kurz mitdünsten. Eine kleine Prise Zucker hilft, die Säfte aus dem Gemüse zu lösen. Dann nach ein paar Minuten die Brühe angießen und das ganze aufkochen lassen. Danach die Temperatur zurückschalten - die Suppe sollte nur noch sachte simmern, bis der Fenchel weich ist. Das dauert ca. 20 Minuten. Jetzt kann der Weißwein hinein und sollte ebenfalls noch einmal etwas mitsimmern, um dabei zu reduzieren. Den Wein gebe ich im Gegensatz zu vielen anderen Rezepten nicht am Anfang dazu, weil er Säure mitbringt, die die Garzeit des Fenchels deutlich verlängert und er mir beim lange Mitkochen zuviel an Aroma verlöre.
  4. Während die Fenchelsuppe nun fröhlich vor sich hinblubbert, könnt ihr die Speckwürfel in einer kleinen Pfanne ohne weitere Fettzugabe ausbraten, bis sie knusprig sind. Wer es lieber vegetarisch mag, lässt den Speck einfach weg.
  5. Das beiseite gelegte Fenchelkraut fein hacken. Wer mag, kann es auch mit einer handvoll Petersilie, etwas Zitronenabrieb und etwas neutralem Öl zu einem Kräuteröl aufmixen.
  6. Die Rauchmandeln werden einfach nur grob mit einem Küchenmesser gehackt.
  7. Ist der Fenchel weich, geht's ihm an den Kragen. Man sollte aber einen kräftigen Pürierstab oder einen Mixer besitzen - denn je feiner man die Fenchelsuppe püriert, umso sämiger wird sie. Nachdem ich jahrelang von Hand püriert habe, gab ich neulich mal alles in meinen Mixer. Der hat ja vielmehr Power, dachte ich. Dass in der Bedienungsanleitung etwas davon stand, dass keine Flüssigkeit, die man mixen will, über 60° haben sollte, hatte ich längst vergessen. Ein großer Fehler. Die Stunde danach hatte ich gut zu tun, die Fenchelsuppe von meinen Küchenwänden abzukratzen und zu entsorgen. Also, Vorsicht! Wenn euer Gerät keine heißen Flüssigkeiten pürieren soll, haltet euch lieber daran. Wer einen Thermomixer besitzt, lächelt darüber jetzt nur müde. Soll er doch - dafür hat er auch eine ganze Stange Geld auf den Ladentisch gelegt. Ich warte inzwischen brav, bis meine Suppe runtergekühlt ist und dann ab damit in den Mixer. Der kriegt auch leicht holzigen Fenchel superfein. Schafft euer Mixer/Pürierstab das nicht, gebt die Suppe anschließend durch ein grobes Sieb zurück in den Topf. Die Sahne dazu und alles nochmal aufkochen und ein letztes Mal durchmixen.
  8. Dann die Fenchelsuppe in aus was auch immer ihr sie essen wollt geben und mit dem Fenchelkraut bzw. dem Kräuteröl, dem Speck und den Rauchmandeln garnieren.
Recipe by So nach Gefühl at https://www.sonachgefuehl.de/fenchelsuppe-mit-speck-und-rauchmandeln/