Etli Nohut – Kichererbseneintopf mit Fleisch
 
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Ein Kichererbseneintopf, so alt wie die Menschheit – einfach zu kochen und verdammt leckeres Soulfood für die kalten und stürmischen Tage!
Autor:
Rezepttyp: Eintopf
Küche: Türkisch
Portionen: 4
Zutaten
  • 300g Rinds-, Kalbs- oder Lammgulasch
  • 300g getrocknete Kichererbsen oder 1 große Dose Kichererbsen (800ml), abgetropft
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • 2 grüne Spitzpaprika (Sivri Biber)
  • 1 rote Spitzpaprika
  • 2 EL neutrales Öl (z.B. Distelöl)
  • ½ EL Tomatenmark
  • ½ EL scharfes Paprikamark (Acı Biber Salcası)
  • 1-2 TL Acı Pul Biber (gebrochene, türkische Chiliflocken)
  • 1 Lorbeerblatt
  • Petersilie
  • Salz & Pfeffer
  • Außerdem:
  • Petersilie
  • türkischer Joghurt, 3,5%
Zubereitung
  1. Verwendet ihr getrocknete Kichererbsen, müssen diese über Nacht in reichlich kaltem Wasser eingeweicht werden, am besten, mit einem Teelöffel Natron oder Backpulver dabei. Am nächsten Tag die Kichererbsen absieben und abspülen und in kochendem Wasser ca. 30 Minuten vorkochen. Nehmt ihr Kichererbsen aus der Dose müssen diese nur abgesiebt und abgespült werden.
  2. Als erstes häute ich die Tomaten. Dazu bringe ich im Wasserkocher etwa 1 Liter Wasser zum kochen. Die Tomaten ritze ich am Boden mit einem scharfen Messer über Kreuz ein. Kocht das Wasser, übergieße ich damit die Tomaten in einer Schüssel. Nach ca. 15 Sekunden hebe ich die Tomaten aus dem heißen Wasser und schrecke sie kurz unter kaltem Wasser ab. Das heiße Wasser hebe ich auf – es kommt in den Eintopf und bringt gleich schon etwas Tomatenaroma mit. Die Tomaten halbiere ich, schneide den Strunk heraus und hacke sie dann in Würfel.
  3. Das Fleisch schneide ich in kleine Würfel mit ca. 1-2 cm Kantenlänge. Die Zwiebeln werden fein gewürfelt, ebenso der Knoblauch. Die Spitzpaprika halbiere ich, nehme das Kerngehäuse heraus und schneide die weißen Stege weg, zerteile die Hälften dann erst längs in Streifen und schließlich quer in Würfel. Die Würfel sollten etwa so groß sein, wie die Kichererbsen. Ebenso verfahre ich mit den grünen Paprika. Bekommt ihr nicht die typischen Sivri Biber, nehmt stattdessen eine grüne Fleischpaprika.
  4. In einem großen Topf erhitze ich das neutrale Öl und brate das Fleisch rundum scharf an. Sollte das Fleisch Wasser ziehen, lasse ich es in Ruhe und rühre nicht im Topf herum, bis das Wasser verdampft ist und das Fleisch wieder brutzelt. Ist es rundum gebräunt, reduziere ich die Hitze und gebe die Zwiebeln hinzu. Sie werden kurz glasig gedünstet und schließlich kommt der Knoblauch hinzu. Beginnt er im Topf zu duften, reduziere ich noch einmal die Hitze, damit er nicht verbrennt und bitter wird. Nun gebe ich das Tomatenmark und das Paprikamark in den Topf und röste sie für ein bis zwei Minuten an. Ist gerade Winterzeit, wodurch die Tomaten zwar wie Tomaten aussehen, aber nicht wirklich danach schmecken, gebe ich noch 1-2 TL Zucker zum karamellisieren dazu.
  5. Ist alles schön angeröstet, folgt der Pul Biber, der aber leicht verbrennt, weshalb ich dann schnell die Tomatenwürfel und die Paprika hinzufüge und alles mit dem Wasser ablösche. Nun schalte ich die Platte wieder hoch, damit alles einmal aufkocht. Danach kommt ein Lorbeerblatt und etwas Salz hinein. Der Kichererbseneintopf darf nun auf kleiner Flamme langsam schmoren, bis das Fleisch zart ist. Das dauert je nach Fleischsorte 1 – 3 Stunden. Kalb geht mit 1½ Stunden am schnellsten, Rind braucht am längsten. Verwendet ihr die selbst vorgekochten Kichererbsen sollten sie nun gleich mit in den Topf. Verwendet ihr welche aus der Dose, reicht es, sie 30 Minuten vor Ende der Garzeit hinzuzufügen.
  6. Ist alles durchgegart, fische ich das Lorbeerblatt heraus, würze mit Salz, Pfeffer und evtl. noch etwas Pulbiber nach. Sollte zuviel Flüssigkeit verkocht sein, ruhig etwas Wasser nachgeben. Der Eintopf soll wie gesagt su’lu (wässrig) sein. Dann schöpfe ich die Portionen in tiefe Schalen oder Teller und gebe gehackte Petersilie oben drauf. Sollte der Eintopf etwas zu scharf geraten sein, hilft ein Klacks türkischer Joghurt oder Cacık. Und wer ganz sicher satt werden möchte, der serviert Reis, Brot oder Bulgur dazu. Wie ihr einen echten anatolischen Reis kocht, erfahrt ihr in meinem Rezept für die Zucchini-Hackfleisch-Pfanne. Afiyet Olsun!
Recipe by So nach Gefühl at https://www.sonachgefuehl.de/etli-nohut-kicpf-mit-fleisch/