
Weil wir nicht nur gerne kochen, sondern auch gerne Essengehen, haben wir hier unsere kulinarischen Highlights 2024 gesammelt.
Erst nur als exklusives Goodie für die Abonnent/innen meines Newsletters gedacht, sind unsere kulinarischen Highlights 2024 „außer Haus“ nun für alle zugänglich. Vom Sternerestaurant bis zur Hähnchenbraterei ist alles dabei. Denn gutes Essen und schöne Erlebnisse gibt es überall. Dies ist natürlich keine unabhängige Restaurantkritik, sondern es sind einfach unsere persönlichen Erlebnisse an den jeweiligen Tagen, an denen wir da waren.
Die Auflistung ist keine Rangfolge. Ich stöbere mich einfach von Januar bis Dezember durch die Fotogalerie meines Smartphones und lasse mich selbst überraschen, was ich dort entdecke. Was für ein Glück, dass der Ö. und ich im Restaurant immer ein paar Fotos machen! Die Fotos sind vielfach Schnappschüsse. Die Adressen der Restaurants und die Verlinkungen zu ihren Webseiten (wenn vorhanden) stehen dabei. Viel Spaß damit!
Romantikhotel Spielweg (Münstertal / Schwarzwald)
Ich habe gelogen. Ich fange gar nicht im Januar an, sondern im Dezember 2023. Denn da waren wir erneut im Spielweghotel im Schwarzwälder Münstertal und das ist einfach ein toller Ort. Während ich in den vergangenen 30 Jahren mit dem Auto am Schwarzwald vorbeigeblasen bin, auf dem Weg nach Italien, habe ich 2022 mein Schwarzwald-Herz wiederentdeckt. Ich hatte es schon als kleiner Steppke 1972 dort verloren. Kindheitserinnerungen.
Das Spielweghotel ist Schwarzwald pur: Geranienkästen vor den Fenstern, urige Zimmer und der Duft von deftigen Wildgerichten, der durch die Flure zieht. Dabei kocht Viktoria Fuchs fuchsteufelswild inzwischen nicht nur traditionelle Schwarzwaldküche, sondern auch asiatisch-italienisch-modern. Das hat ihr in diesem Jahr den Titel „Köchin des Jahres“ beschert. Wir gratulieren! Dabei ist das Spielweghotel dank Schwester Kristin und Team so familiär, dass man manchmal das Gefühl hat, bei Familie Fuchs privat zu Gast zu sein. Wir sind Fans und kommen immer wieder gerne!



Romantikhotel Spielweg – Spielweg 61, 79244 Münstertal/Schwarzwald
Bianc (Hamburg)
Eine eher ungemütliche Ecke im Hamburger Hafenviertel. Ein nichtssagener Neubau. Ein unscheinbarer Eingang. Und dann das: Ein wunderschönes, clever designtes Restaurant, das sachliche Schlichtheit mit italienischem Flair verbindet. Doch das ist nichts gegen das fantastische Menü. Am Besten zitiere ich einfach, was ich einer lieben Freundin unmittelbar nach dem Besuch dort im Februar geschrieben habe: „Was für eine tolle, präzise und dabei total emotionale Küche. Sieht fancy aus, aber du beißt rein und fühlst dich am Meer, glaubst den Strand unter den Füßen zu spüren und hast den Duft von Seafood aus der nahen Strandbar in der Nase. Echt toll!“ Mehr muss man zu diesem wirklich perfekten Ort nicht sagen. Ich hoffe, wir kommen 2025 wieder.



Bianc – Am Sandtorkai 50, 20457 Hamburg
Buddels (Hamburg)
Gegenüber des großartigen Miniatur Wunderlands, in einer der raren Hamburger Altstadtgassen gelegen, die nur so nach touristischer Abzocke schreit. Niemals wäre ich beim Vorbeischlendern auf die Idee gekommen, hier einzukehren. Doch Freunde wollten da unbedingt rein. Zu Recht, denn Buddels ist ein wunderschönes Restaurant, das in einem alten, liebevoll restaurierten Kaufmannshaus mit zweigeschossiger Diele residiert. Das Essen ist regional und modern und wird von einer großen Weinauswahl begleitet. Sehr gemütlich und perfekt, wenn man in der Gruppe unterwegs ist.


Buddels – Deichstraße 37, 20459 Hamburg
Café Paris (Hamburg)
Eine Institution. Man glaubt sich in einem Café der vorletzten Jahrhundertwende, doch damals war der beeindruckende Jugendstilbau eine Schlachterei. Das Café Paris residiert aber bereits seit 24 Jahren in den Räumlichkeiten und ist aus Hamburg nicht wegzudenken. Schöne Bistroküche in tollem Jugendstilambiente. Einzig, dass keine Zwiebelsuppe bei unserem Besuch auf der Karte stand, war schade. Dennoch ist das Café immer einen Besuch wert, wenn man in Hamburg ist.


Café Paris – Rathausstraße 4, 20095 Hamburg
Funky Fish (Berlin)
Meine Vorstellung eines guten Samstagmittags? Mit dem Ö. durch die Stadt flanieren und zum späten Lunch im Funky Fish einkehren. Das Restaurant ist Teil des Imperiums von The Duc Ngo und hat die beste Fischtheke der Stadt. Die Karte hat einen leicht portugiesischen Einschlag und am liebsten bestellen wir uns durch die zahlreichen Vorspeisen. Sharing is caring – wir teilen uns sowieso immer alles, um möglichst viel probieren zu können. Absolut Top und Top geführt!



Funky Fish – Kantstraße 135-136, 10625 Berlin
Le Duc Salon (Berlin)
Schräg gegenüber des Funky Fish, über dem Madame Ngo in einer Altbauwohnung gelegen und nur an ausgesuchten Wochenenden geöffnet. Die Plätze sind rar und man kann Meister Duc persönlich über die Schulter schauen, während er mit seinen Köchen bestes Seafood serviert. Im März kam er gerade von seiner dreimonatigen Asien-Reise zurück, direkt aus dem Flieger in seine Küche und voller Eindrücke und Ideen. Die Musik wurde aufgedreht, wie bei Gaggan Anand und der Abend wurde mehr und mehr zum Happening. Dank des aufmerksamen Daniel Feldmanns lief nichts aus dem Ruder und es war ein wundervoller Abend.



Le Duc Salon – Kantstraße 30, 10623 Berlin
Zum Skipper Das Fischrestaurant (Sellin / Rügen)
Ostsee! Wilhelminische Bäderarchitektur. Strand, Wellen, an guten Tagen Sonne und natürlich Fisch. Den bekommt man hier genau so, wie man ihn im Ostseeurlaub haben will: frischer, krosser Pannfisch mit reichlich Remoulade und leckeren Beilagen. Das ist beliebt und deshalb ist es hier auch immer voll. Man tut gut daran, ein paar Tage im Voraus zu reservieren.


Zum Skipper – Wilhelmstraße 31, 18586 Sellin
Frühstück 3000 (Berlin)
Fine Dining kochen und abends frei haben? Das war die Idee der Köche des Frühstück 3000. Sie haben damit aus dem Stand heraus das beste Frühstücksrestaurant der Stadt gemacht. Perfekte Eggs Benedict auf buttrig-weichem, geröstetem Briochebrot. Wer möchte, auch mit Kaviar. Wir waren zweimal da und es war unter der Woche immer voll. Ein toller Start in den Tag, nachdem man sich am liebsten wieder aufs Sofa kuschelt.


Frühstück 3000 – Bülowstraße 101, 10783 Berlin
Die Scheuer (Hofheim / Taunus)
Schwäbische Küche trifft auf französische Kochkunst, in altem Fachwerkhaus mit gemütlichem Landhausstil. Familie Stöckle betreibt die Scheuer in Hofheim bereits seit vielen Jahren, doch von Müdigkeit keine Spur. Ein absolutes Lieblingsrestaurant, auf das ich in diesem Frühjahr gestoßen bin. Seither heißt es immer, wenn wir bei Papa im südlichen Hessen zu Besuch sind: Wir gehen in die Scheuer! Für mich ist sie seelenverwandt mit dem Spielweghotel: Gemütlich, familiär und wie eine kleine Urlaubsreise.


Die Scheuer – Burgstraße 12, 65719 Hofheim am Taunus
Tenur (Berlin)
Authentische, kurdische Küche in schlichter Atmosphäre. Bei der Bestellung ist für den Ö. und mich Fingerspitzengefühl gefragt – viele Gerichte kennen wir aus der türkischen Küche, doch besser bestellen wir sie mit kurdischem Namen. Das Essen aber überzeugt und hat selten in Deutschland so authentisch geschmeckt.

Tenur – Reichenberger Str. 147, 10999 Berlin
November (Berlin)
Das November und ich hatten in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Hier saß man im ehemaligen Ostberlin Anfang der 90er Jahre in warmen Sommernächten bis nachts um drei vor der Tür und klönte. Die Wohnungen darüber waren entweder leer oder verfügten über keinen Telefonanschluss, so dass niemand die Polizei rief. Das Boheme-Leben lockte viele Neuberliner – überwiegend aus Süddeutschland – an den Kollwitzplatz. Sie bezogen die frisch renovierten Wohnungen, die nun über Telefonanschluss verfügten und riefen ab 21 Uhr die Polizei, womit sie dem Boheme-Leben den Gar ausmachten. Das November verschwand von meinem Radar.
Kulinarisch war dort damals ohnehin nichts zu holen – ich erinnere mich an eine fragwürdige Pasta mit Tomaten-Rahmspinat-Soße. Dabei hatte ich schon als Kind am Wasserfarbenkasten gelernt, dass es nie eine gute Idee ist, rot und grün zu mischen. Doch das alles ist Geschichte. Heute ist das November eines der besten japanischen Restaurants der Stadt. Geblieben ist nur der Name, alles andere ist neu und lohnt sich, entdeckt zu werden. Das Sashimi aus der Dorade ist ein Knüller! Doch spätestens ab 22 Uhr heißt es: Leise sein!

November – Husemannstraße 15, 10435 Berlin
Tim Raue (Berlin)
Über Meister Tim zu schreiben wäre einfach nur anmaßend. Der Mann und seine kulinarischen Errungenschaften stehen für sich. Wir sind nach bald 10 Jahren wieder eingekehrt und hatten einen schönen Abend. Wobei für mich das klassische Menü nicht mehr funktioniert hat. Spätestens ab dem 4. Teller war mir einfach alles zu süß und der einzige Gang, der nicht mehr völlig überzuckert war, war das Dessert. Das fand ich beim ersten Mal toll, diesmal nicht mehr so. Doch das neue Berliner Menü, das er parallel anbietet, ist spannend und erzählt eine sehr persönliche Geschichte aus Tim Raues Kindheit. Sehr zu empfehlen.



Tim Raue – Rudi-Dutschke-Straße 26, 10969 Berlin
Anabelas Kitchen (Berlin)
Während portugiesische Restaurants zu Hamburg gehören, wie der Hafen, muss man sie in Berlin mit der Lupe suchen. Wobei es absolut falsch wäre, Anabelas Kitchen mit einem x-beliebigen portugiesischem Restaurant zu vergleichen. Anabela und ihre Freundin betreiben das gemütliche Charlottenburger Restaurant schon seit 16 Jahren und Anabela zaubert Abend für Abend eigene Kreationen aus dem, was sie da hat. Von der nur mündlich vorgetragenen Speisekarte waren wir ziemlich überfordert. Das war gut so, denn kurzerhand hieß es: Wir bringen euch einfach was. Das Ergebnis war überraschend, aromatisch, feinfühlig und authentisch. Eine wunderschöne Neuentdeckung und wir freuen uns auf weitere Abende bei Anabela und Marion!


Anabelas Kitchen – Pestalozzistraße 3, 10625 Berlin
La Pouletisserie (Fréjus – Südfrankreich)
In Dijon und in Südfrankreich hatten wir so viele schöne Erlebnisse, dass es diesen Artikel sprengen würde, sie alle aufzuzählen. Daher beschränke ich mich auf die zwei Highlights. Zuerst muss die Pouletisserie in Fréjus muss erwähnt. Sie liegt ausgesprochen ungastlich in einem Gewerbegebiet zwischen Möbel- und Elektronikmärkten. Abends ist es dort völlig verwaist und man glaubt sich bei der Ankunft am falschen Ort. Doch in der Pouletisserie ist es brechend voll mit Einheimischen, die sich über gute Burger, bestes Brathähnchen und wechselnde Tagesgerichte mit viel Knoblauch freuen. Achtung, die Portionen sind riesig. Halbe Hähnchen gibt’s hier nicht, nur Ganze. Die machen hier eben keine halben Sachen.

La Pouletisserie – 78 Rue Albert Einstein, 83600 Fréjus, Frankreich
La Terrasse (Goult – Provençe)
Das Örtchen Goult wird ein wenig links liegen gelassen neben seinen bekannten Nachbarorten Gordes und Roussillon. Das macht es aber gerade so charmant. Restaurants gibt es nur wenige, die aber sind gut. Besonders La Terrasse hat mein Herz im Sturm erobert. Das traditionelle Restaurant wurde vor 3 Jahren von einem jungen, ambitionierten Paar übernommen und es bringt frischen Wind in die traditionelle, französische Küche. Gemütlich sitzen und dabei ein Essen bekommen, das auf der Höhe der Zeit ist: Frisch, ambitioniert und trotzdem bodenständig. Ich bin verliebt! Unbedingt vorreservieren!



La Terrasse – 200 Rue de la République, 84220 Goult, Frankreich
Gül (Zürich)
Wer gerne Kochshows schaut, hat sie vielleicht schon einmal gesehen: Elif Oskan, die in Zürich mit ihrem Gül Restoran die türkische Küche mit modernem Twist zelebriert. Und das sehr erfolgreich, trotz durchwachsener Bewertungen auf Google. Die beziehen sich meist darauf, dass die Portionen zu klein und dafür zu teuer seien. Dabei steht ausdrücklich auf der Speisekarte, dass man jederzeit Nachschlag bekommt – kostenlos. Denn Elif Oskan zelebriert anatolische Gastfreundschaft und reicht lieber herzlich nach, als Essen in zu großen Portionen zu verschwenden. Mag sein, dass es die höflichen Schweizer überfordert, danach zu fragen. Mir ist das sympathisch. Gebrauch haben wir von dem Angebot jedoch nicht machen müssen, denn das Gül Sürpriz Menü war auch so schon sehr reichhaltig.
Die Stimmung im Restaurant ist fröhlich-entspannt. Väterchen Baba Oskan flaniert durch das volle Restaurant von Tisch zu Tisch und hält mit jedem ein kleines Schwätzchen. Der kräuterbetonte Eiersalat ist klasse, die Ciğ Köfte ebenso. Beim Ali Nazik fehlte es mir an der Rauchnote im Auberginenpüree, aber das Fleisch war perfekt. Die Baklava zum Nachtisch ist mehr ein Blätterteigküchlein, aber das macht nichts. Lecker ist es trotzdem. Einzig die wirklich sehr enge Bestuhlung stört ein wenig. An den Deckenlampen sieht man noch, dass das Tischkonzept einst luftiger gedacht war. Nun ist man mit den Tischnachbarn sehr auf Tuchfühlung.



Gül – Tellstrasse 22, 8004 Zürich, Schweiz
Rivo (Berlin)
Es ist gar nicht so leicht, eine gute Eventlocation für Hochzeiten und ein normales à la Carte Restaurant zugleich zu betreiben. Dem Rivo gelingt das bravourös und das mit dem besten Wasserblick der Stadt. Spektakulär auf Spreehöhe bekommt man sehr ordentliche, modern angerichtete Klassiker wie Ochsenbäckchen oder (vorweihnachtliche) Gänsekeulen. Hier stimmt das Gesamtkonzept aus schöner Location und gutem Essen.



Rivo – May-Ayim-Ufer 9, 10997 Berlin
Das war 2024. Natürlich haben wir noch viel mehr gesehen, aber nicht alles war empfehlenswert. Wir freuen uns auf ein spannendes 2025 mit neuen Entdeckungen und halten euch auf dem Laufenden!

Kommt gut ins neue Jahr und beste Grüße von
Dirk & dem Ö.


Gabriele Bordes
vielen Dank für die tollen Fotos und Rezepte. Ich wünsche euch ein großartiges 2025
Alles Gute
Gabi
Annette
Vielen Dank für die tollen Tipps!
…und all die wunderbaren Rezepte übers Jahr
Wünsche Euch einen schönen Silvesterabend , kommt gut in ein glückliches, gesundes, friedvolles neues Jahr!
Herzliche Grüße aus Saarbrücken!
Annette
Unwichtig
❤️
Happy New Year
Danke für eure Tips
Ralf Koppers
Für heute Abend wieder eine deiner Ideen geklaut und abgewandelt ein wenig gekocht. Danke für die Inspiration. Euch beiden ein wunderschönes , glückliches neues Jahr.
Liebe Grüße
Ralf
Gisela Bühler
Danke für die tollen Eindrücke, bin in unmittelbarer Nachbarschaft zum Spielweg, da muss ich doch mal wieder einen Besuch machen.
Euch alles Gute im Neuen Jahr.
Sina Marie
Großartig, liebsten Dank!
Hermann S.
Hallo Dirk
Ganz lieben Dank und mach weiter so. Eure Seite ist wirklich toll und die Tipps sind super. Auch die Rezepte sind fantastisch.
Ich freue mich schon jetzt, wieder von euch zu lesen und werde den ein oder anderen Tipp ausprobieren.
Beste Grüße
Hermann
Inge
Herzlichen Dank für diese tolle Idee, das schöne Geschenk und natürlich die vielen guten Rezepte, ich bin sehr gespannt was wir dieses Jahr leckeres farbenprächtiges Nachkochen und Backen können.
Habt eine gute Zeit miteinander
Inge
Hanna
Ein genussfreudiges neues Jahr 2025
Danke für die kulinarischen Reiseanregungen.
Liebe Grüße aus der Nähe von dem „Sternedorf“ Baiersbronn.
Hanna
Iris
Lieber Dirk,
eine tolle Idee mit den Restauranttipps, den schönen, persönlichen Fotos und den Beiträgen. Ich freue mich immer über den Newsletter und finde auch Deine Rezepte sehr lecker und gut und wunderbar ausführlich beschrieben.
Vielen Dank dafür!
Auf ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr!
Wolfgang
Immer wieder gute Tipps dabei! Grazie